Sonja Höfter | 19. Juni 2020

Bienen schützen – Hilfe für die Vielflieger 

Dass die Biene unser Lieblingstier ist, überrascht dich vermutlich wenig. Schließlich findet sie sich als Element in unserem Corporate Design wieder – so gerne haben wir die kleine Imme. Deshalb widmen wir ihr auch unseren allerersten Blog-Beitrag. Im Tierreich gilt sie nicht ohne Grund als Inbegriff für Fleiß: Während ihres Lebens legt eine Honigbiene schätzungsweise 8000 Kilometer zurück. Das ist ungefähr die Strecke von Hannover nach Peking. 

 

Wenn wir von Bienen im Allgemeinen sprechen, meinen wir meistens die Honigbiene. Doch allein in Deutschland gibt es mehr als 560 und weltweit mehr als 20.000 Bienenarten. Im Staat lebt jedoch nur die Honigbiene. Im Laufe ihres Lebens übernimmt sie für ihr Bienenvolk verschiedene Berufe – so reinigt sie am Anfang ihres Lebens die Waben, später versorgt sie die Larven, baut die Waben, verarbeitet Honig, wehrt Eindringlinge ab und erst danach schwärmt sie aus und sammelt Nektar und Pollen. Allein für diese Arbeitsteilung, die ohne Kompromisse oder Projektmanagement-Tools funktioniert, sollte sie einen Orden erhalten, finden wir. Bienen leisten trotz ihrer geringen Körpergröße einen gigantischen Beitrag zu einem gesunden Ökosystem. Durch ihre Bestäubungsrolle sind sie sowohl für die Artenvielfalt als auch für ertragreiche Ernten unersetzlich. Deshalb gehört ihnen der dritte Platz, hinter Rind und Schwein, beim Ranking der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere. 

Doch die Bienen sind bedroht: Der Einsatz von Pestiziden, Schadstoffe in der Luft, Zerschneidung der Lebensräume, der Klimawandel, der Rückgang von landwirtschaftlichen Flächen und die Ausweitung von Monokulturen sind Gründe für das Bienensterben. Vor allem gefährdet die Varroamilbe und die Chemikalien, die Imker*innen zum Schutz davor anwenden, die Biene. Wir bei Greenergy24 machen uns nicht nur für den Schutz der Honigbiene, sondern auch für den der Wildbienen stark. Denn was die Wildbiene schützt, kommt auch den Honigbienen zugute. Honigbienen sind auf Futtersuche unkompliziert und können bei vielen Blühpflanzen sammeln. Die Wildbienenarten haben sich jedoch auf einzelne Pflanzen spezialisiert. Der Schutz der summenden und brummenden Vielflieger ist einfach. 

Ein paar Möglichkeiten stellen wir dir hier vor – für einige brauchst du nicht mal einen Garten oder Balkon.

1. Bienenfreundlich pflanzen

Eine Pflanze ist dann bienenfreundlich, wenn sie entweder Nektar oder Pollen anbietet. Viele Zierpflanzen sind überzüchtet und haben gefüllte Blüten, z.B. zahlreiche Rosenarten oder Geranien. Sie entpuppen sich als echte Irrlichter für Insekten, da sie sie zwar anlocken, jedoch keine Nahrung bieten. Wenn du für Bienen pflanzen möchtest, achte darauf, ungefüllte Blumen zu säen oder zu pflanzen. Bienen benötigen vom Frühjahr bis zum Herbst Nahrung – daher solltest du auch die Blühzeiten der Pflanzen im Auge behalten. Früh im Jahr blühen Krokusse, Schneeglöckchen oder Tulpen, später Pflanzen wie Schafgarbe, Glockenblume, Löwenmäulchen, Lavendel oder weiße Fetthenne. Im Herbst freuen sich die Bienen, wenn sie Astern, Besenheide oder Sonnenblumen zum Ansteuern haben. Falls du noch größer pflanzen möchtest, kannst du heimische Wildstaudenbeete anlegen. Selbst wenn du keinen Garten hast, kannst du selbst dein geliebtes Balkonien in ein buntes Bienen-Buffet verwandeln. Hier eignen sich Margeriten, Männertreu, Steinkraut und viele weitere Pflanzen. Besonders praktisch ist natürlich die Bepflanzung mit Küchenkräutern wie Thymian, Oregano, Rosmarin, Minze oder Dill – das schmeckt doppelt!

2. Nistplätze anbieten

Je nachdem, wie viel Platz du hast, ist von einem 5-Sterne-Wildbienenhotel bis einzelnen Markstängeln alles denkbar. Diese Insektenhotels kannst du fertig kaufen oder mit etwas Geschick selbst basteln. Je nach Größe kannst du sie an das Balkongeländer hängen oder im Garten aufstellen. Besonders verlockend ist es für die summenden Gäste, wenn in direkter Umgebung blühende Wildblumen angesiedelt sind – also eine echte 1A-Lage. Ist nicht so viel Platz vorhanden, können auf dem Balkon auch einzelne hohle oder markhaltige Stängel von Bambus, Schilf, Brombeere oder Holunder senkrecht in die Blumenkästen gesteckt werden. Einige Bienenarten nisten im Erdboden – für sie kannst du beispielsweise einen einzelnen Blumenkasten mit etwas Erde, Sand und Steinen herrichten.

 

3. Tränken aufstellen

Auch Bienen haben Durst. Wenn keine natürliche Wasserquelle in der Nähe ist, kannst du eine bienengerechte Trinkstation basteln. Dafür eignet sich eine mit Wasser gefüllte Schale. Damit die Immen nicht ertrinken, kannst du etwas Moos, Steine oder Kork als Landeflächen umfunktionieren. Wechsel regelmäßig das Wasser aus. Der perfekte Platz für die Tränke ist sonnig, windgeschützt und neben den Blumen. 

 

4. Seedbombs werfen

Seedbombs sind kleine, getrocknete Samenkugeln aus Ton, Erde und Samen, die bei Kontakt mit Wasser anfangen zu keimen. Du kannst so entweder im Garten eine kleine Wildblumenwiese anlegen, sie in einen Blumentopf pflanzen oder sie auf städtische Brachflächen werfen – kurz nach dem nächsten Regenschauer fangen die Samen an zu sprießen und innerhalb von vier bis sechs Wochen erblühen sie. 

 

5. Bienenfreundlich einkaufen 

Schon beim Einkauf kannst du Bienen schützen. Durch den Kauf saisonaler Lebensmittel, die aus ökologischer und sogar regionaler Landwirtschaft stammen, kannst du einen Beitrag zum Schutz der Bienen leisten. Beim Anbau dieser Lebensmittel wird meistens auf bienenschädliche Pestizide verzichtet. 

 

6. Regionalen Honig kaufen 

Der größte Teil des Honigs, den wir verbrauchen, stammt aus Nicht-EU-Ländern. Abgesehen von den langen Transportstrecken, können über den Honig auch Bienenkrankheiten ungewollt importiert werden. Kaufe deshalb doch einfach direkt Honig aus deiner Region – vielleicht kennst du sogar Imker*innen? Dann schmeckt das Honigbrot gleich besonders gut. 

 

7. Leere Honiggläser ausspülen 

Wenn du leere Honiggläser ausspülst, verhinderst du die Ausbreitung von Bienenkrankheiten wie der amerikanischen Faulbrut. Diese Krankheiten schmuggeln sich unbemerkt beim Import von Honig aus Nicht-EU-Ländern ein. Werden die Gläser dann im Glasmüll entsorgt, steuern die fleißigen Bestäuber die Quelle des Dufts an und bringen so die Krankheit zu ihrem Bienenvolk. Also wasche einfach leere Gläser in der Spülmaschine oder mit der Hand, bevor du sie entsorgst. Lass uns auf den sozialen Medien wissen, wie du die Bienen schützt und stelle uns deine Projekte zum Schutz der Bienen vor!

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