Rike | 12. Juli 2021

Wie kommt der Honig ins Glas?

Seit April hüten wir zwei Bienenvölker am Neustädter Schwimm- und Saunabad Balneon. Vergangene Woche war es Zeit für die Honigernte. Aber wie kommt eigentlich der Honig ins Glas?

Entdeckeln

Bevor der Honig gewonnen werden kann, befreit der Imker die Honigräume von den Bienen, die haben ihre Arbeit schließlich schon erledigt. Dann werden die Honigwaben entdeckelt, klingt komisch? Ist aber wichtig, denn nur so gelangt der Honig wachsfrei aus den Rahmen. Dafür benutzt man eine *surprise* Entdeckelungsgabel. Mit ein bisschen Übung schafft der Profi es, wenig Honig, aber alle Wachsdeckel zu entfernen. Das ist nämlich die Crux.

Schleudern

Jetzt geht's ab! Die Honigrahmen werden in der elektrischen Honigschleuder befestigt und drehen ein paar Runden. Erst linksherum, dann rechtsherum, damit der Honig den Weg aus den Waben findet. Die Schleuder nimmt dabei ganz schön an Geschwindigkeit auf, so dass der Honig nach außen an die Wände gelangt und dann nach unten fließt.

Portionieren

Nach dem Schleudern durchläuft der Honig mehrere Siebe, so dass wirklich nur das feine Endprodukt übrig bleibt. Dann wird mit einem sogenannten Refraktometer der Wassergehalt gemessen. Beträgt dieser 18 Prozent oder weniger, darf der Honig sich ausruhen. Er braucht nämlich ein bisschen Zeit, damit die Luft, welche beim Schleudern entstanden ist, wieder entweichen kann. In den nächsten Wochen wird er also abgeschäumt und cremig gerührt. Na, und wenn das geschafft ist, wird der Honig in die Gläser abgefüllt und vernascht.

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